Gerade habe ich auf netzpolitik.org einen Bericht über das Münchner LiMux-Projekt entdeckt. Es ist schon erstaunlich, wie eine Stadt ein Zeichen gegen die Fesseln von Big M zu setzen. Ein Debian-basiertes System breit eingesetzt im öffentlichen Dienst der Stadt München. Da waren Profis am Werk. Hier sind die Stärken von Open Source Software richtig erkannt worden. Ich bin begeistert.
Ich frage mich warum der Bund im Jahr 2010 irgendwelche umstrittenen Sparpakete beschließt. Man könnte doch so viel mehr Geld sparen durch den Einsatz freier Software. So etwas wünsche ich mir vom Bund. Warum einem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen geben? Warum riesige Summen Steuergelder für Lizenzgebühren verprassen? Lange wird sich der altbewährte Weg nicht mehr halten können. Ich gehe auch davon aus, dass es in der Zukunft zu einem Wandel kommen wird. Die einzige große Hürde ist die Beseitigung der Angst der Angestellten und Beamten im öffentlichen Dienst vor der Veränderung. Schließlich leidet Linux unter dem weit verbreiteten Ruf, nur über die Kommandozeile steuerbar zu sein. Dieser altbackene Irrtum ist leider nur schwer aus der Welt zu räumen. Mittlerweile ist Linux jedoch aus meiner Sicht wesentlich stabiler, komfortabler, sicherer und barriere-freier als jedes bisherige Windows Betriebssystem. Es muss nur die Angst vor der Veränderungen beseitigt werden. Sicherlich wäre ein solches Projekt auf Bundesebene ein Giganten-Projekt… Trotzdem muss man sich vor Augen halten was man daurch für Zukunft gewinnt: Die Einsparung von hunderten von Milliarden von Steuergeldern. Deshalb sollte man mit einzelnen Ministerien anfangen. Ich schlage vor mit dem Verkehrsministerium anzufangen.
Am Wochenende habe ich wieder ein wenig nachgedacht und wollte einige meiner zahlreichen Ideen “zu Papier” (bzw. zu Datei) bringen. Deshalb habe ich einen guten Open Source UML Editor für meinen Ubuntu Desktop gesucht. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass es da nur Schrott gibt. Kennt jemand von Euch einen brauchbaren UML Editor für Linux?
Mögliche Alternativen:
Gnomeproject DIA aus dem Ubuntu Repository (Für meine Belange unbrauchbar)
Vor ein paar Tagen hat Dan über Songbird berichtet. Kurze Zeit später stand die Version 1.0 zum kostenlosen Download bereit. Heute habe ich auf Oliver Friedrich’s Blog entdeckt, dass es für Songbird eine iPhone App (“Songbird Remote”) gibt mit der man Songbird remote steuern kann. Cool. Songbird entwickelt sich richtig schnell. Hoffentlich bleibt das so. Es gibt sogar Linux-Versionen des Songbird-Players. Open Source ist schon was Feines! iTunes bekommt endlich mal ein bißchen Konkurrenz.
UPDATE: Songbird Remote scheint nicht mehr im AppStore verfügbar zu sein.
James Bottomley (Director Linux-Foundation) hat auf dem diesjährigen Linux-Krogress auf der Keynote gesagt: “Dass Microsoft-Anwender sich wie in einem Gefängnis mit dreckigen Toiletten fühlen ist offensichtlich.” Das ist ja mal ne Aussage.
Auf meinem Ubuntu-Desktop-Rechner habe ich aktuell 4 unterschiedliche Java-Versionen im Einsatz. Da ich nicht alle Java-Versionen gleichzeitig benutzen will/kann und für unterschiedliche Tests eine jeweils andere Java-Version benutzen möchte, brauche ich einen Schalter. Und diesen Schalter habe ich jetzt gefunden:
sudo update-alternatives --config java
Besser und leichter kann man seine Java-Version einfach garr nicht wechseln. Super nice!