ByePhone
May 6th, 2010
Im September ist es wieder soweit. Meine Chance zum Vertrags- und Handymodellwechsel. Und auch wenn das neue iPhone relativ hübsch aussieht, denke ich ernsthaft zur Android-Fraktion überzulaufen. Wenn das iPhone 4 nicht wesentliche Updates bringt, die es technisch vor alle anderen Geräte platziert, dann ist die iPhone-Ära für mich beendet. Meine Kollegen haben jetzt schon Android-Endgeräte (Motorola Milestone, HTC Legend und HTC Desire) und ich muss sagen, dass diese Geräte deutlich brauchbarer sind als mein iPhone 3G.
Das HTC Legend gilt mittlerweile als der “iPhone-Killer” schlechthin. Für mich zwar nicht, weil das Display mir zu klein ist, aber für all diejenigen die ein gutes und hübsches Smartphone haben wollen, ist das HTC Legend sicher empfehlenswert. Ich kann mit meinen riesigen Fingern nicht damit arbeiten. Das Gewicht des Smartphones ist mir mittlerweile auch egal. Hauptsache ist für mich, dass das Display riesig ist. Von der Displaygröße spricht mich das HTC HD2 an. Was mir daran aber absolut nicht gefällt, ist das Windows Mobile System. Das ist nix für mich. Im Moment steht das HTC Desire auf meiner Hitliste ganz oben. Android als Handy-Betriebssystem ist richtig nice. Vor allem mit den HTC Sense Erweiterungen. Allerdings muss es auch mindestens Android 2.1 sein. Die 1.5er und 1.6er Version ist mir viel zu langsam. Das erinnert mich zu sehr an mein iPhone 3G.
Ein nicht zu verachtender Vorteil ist auch, dass Android Java spricht. Da muss ich nicht erst irgendwelche fetten ObjectiveC-Schmöker durchlesen nur um mir meine eigenen Apps zusammenschrauben zu können. Seit einiger Zeit beschäftige ich mich nun mit der Android Entwicklung und ich muss sagen: “It rocks.” Außerdem ist die Java Community deutlich größer als die ObjectiveC Community. Das behaupte ich zumindest einfach mal.
Ich nehme an, dass der “Android Market” bald von Android Apps so überschwemmt wird, dass der AppStore von Apple dagegen klein erscheint.
Was Apple mit dem iPhone aber deutlich besser hinbekommt sind Betriebssystem-Updates. Einfach das Gerät via USB an den PC, iTunes einschalten und updaten. Fertig. So einfach ist das mit Android Endgeräten leider nicht. Hier ist man abhängig vom Hersteller. Manche Android Geräte laufen bis heute auf der Version 1.5 weil die Hersteller kein Update anbieten und/oder das Gerät über zu schlechte Hardware verfügt. Da hat Apple die Nase vorn. Weit vorn. Weit weit vorn. Und das Schlimme ist, dass eine richtige Besserung scheinbar auch nicht in Sicht ist. Es muss ein “droidTunes” für alle Androidgeräte geben mit dem wie beim iPhone und iTunes das Update durchgeführt werden kann.
Das nächste Drama bahnt sich aber bei dem Wort “Tarifwahl” an. Momentan hat keiner der größeren deutschen Mobilfunkanbieter einen für mich brauchbaren Tarif im Angebot. Verkauft werden Mobilfunkverträge unter dem Decknamen “Flatrate”, die zwar unbegrenztes Surfen erlauben, aber ab einem bestimmten Datenvolumen gedrosselt sind. Das bedeutet, dass wenn man sein “Flatrate-Volumen” aufgebraucht hat, die Bandbreite fast auf Null reduziert wird, so dass das unbegrenzte Surfen doch nicht mehr möglich ist. Das wäre ja nicht schlimm, wenn man das Datenvolumen nie aufbraucht, aber die Volumengrenzen der einzelnen Anbieter liegen meistens zwischen 300 MB und 500 MB bei den Tarifen, die für Privatpersonen bezahlbar sind. Und ich rechne hier großzügig mit ca. 50 € pro Monat. Was Mobilfunk-Tarife mit UMTS betrifft scheinen wir noch in einem Entwicklungsland zu leben. Hoffentlich tut sich da noch was bis zum September. Zumindest die Erhöhung der Volumengrenzen auf 100 GB oder so.





Der iPhone-Client für