LiMux – München’s Erfolgsstory – Das beste Sparpaket

June 17th, 2010

Gerade habe ich auf netzpolitik.org einen Bericht über das Münchner LiMux-Projekt entdeckt. Es ist schon erstaunlich, wie eine Stadt ein Zeichen gegen die Fesseln von Big M zu setzen. Ein Debian-basiertes System breit eingesetzt im öffentlichen Dienst der Stadt München. Da waren Profis am Werk. Hier sind die Stärken von Open Source Software richtig erkannt worden. Ich bin begeistert.

Ich frage mich warum der Bund im Jahr 2010 irgendwelche umstrittenen Sparpakete beschließt. Man könnte doch so viel mehr Geld sparen durch den Einsatz freier Software. So etwas wünsche ich mir vom Bund. Warum einem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen geben? Warum riesige Summen Steuergelder für Lizenzgebühren verprassen? Lange wird sich der altbewährte Weg nicht mehr halten können. Ich gehe auch davon aus, dass es in der Zukunft zu einem Wandel kommen wird. Die einzige große Hürde ist die Beseitigung der Angst der Angestellten und Beamten im öffentlichen Dienst vor der Veränderung. Schließlich leidet Linux unter dem weit verbreiteten Ruf, nur über die Kommandozeile steuerbar zu sein. Dieser altbackene Irrtum ist leider nur schwer aus der Welt zu räumen. Mittlerweile ist Linux jedoch aus meiner Sicht wesentlich stabiler, komfortabler, sicherer und barriere-freier als jedes bisherige Windows Betriebssystem. Es muss nur die Angst vor der Veränderungen beseitigt werden. Sicherlich wäre ein solches Projekt auf Bundesebene ein Giganten-Projekt… Trotzdem muss man sich vor Augen halten was man daurch für Zukunft gewinnt: Die Einsparung von hunderten von Milliarden von Steuergeldern. Deshalb sollte man mit einzelnen Ministerien anfangen. Ich schlage vor mit dem Verkehrsministerium anzufangen.

Kommentare

June 17th, 2010 at 8:22 pm

Bsss! Es zerrt einem am Regionalpatriotismus, aber da gibts oft keinen Deutungsspielraum: Vieles machen die besser… haben auch als erstes Kampfhunde verboten und so.
Die Standard-Privatanwender-Einwände gegen Linux (bei mir wäre das “und was ist mit den Spielen?”) sind bei sowas ja egal, darum geb ich dir Recht! Her damit!

Zwei Anmerkungen jedoch:
1. Hunderte Milliarden?! _Citation needed!_
2. Dude! Überschrift nochmal lesen, bevor mans in die Welt bolzt.

Lobos Frisur-Epigone ist aber kein gutes Aushängeschild. Da denkt man ja Linux würde von Punks zusammengehämmert… dabei sind das in Wirklichkeit doch größtenteils die brilliantesten Rauschebärte der Gegenwart die das verantworten. Und Afrikaner! Hab ich neulich ne Doku gesehen… Linux-Rauschebart war auch da:
http://wstreaming.zdf.de/3sat/veryhigh/100613_afrikaconnect_neues.asx

Ist aber ein Windows-Stream… das Öffentlich-Rechtliche muss wohl auch noch ran…

Moinsen & schönen Urlaub
dein Henrik

June 17th, 2010 at 8:27 pm

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